Freitag, 23. November 2012

Er ist tot, Jim!


 

Das Genre Science Fiction im Fernsehen ist tot und begraben. Da kommt so schnell nichts Neues, weil die Autoren sich heute einfach keine neue fiktive Science mehr vorstellen können. Zumindest ist das die Theorie, die sich hier so langsam breit macht. Was früher Science Fiction war, gibt es sogar zum Teil schon (siehe Bild). 

Die Generation, die nach uns kam, kennt schon keine Welt ohne Handys, CDs oder DVDs mehr. Die darauf folgende Generation kennt keine Welt ohne Smartphones. Die lassen sich nicht so leicht wie wir damals beeindrucken. Trekkies sind heute sowas wie Fernsehdinosaurier.

Das Vakuum des Vorabendprogramms mußte irgendwie gefüllt werden. Also folgte auf den Science Fiction- Hype der Fantasy-Hype (z.B. *uffy, Cha*med, G*ost Whisperer, Supernatural, Vampi*e Diaries, True *lood, Legend of the S**ker, *nce upon a T*me, G*me of T*rones). Fantasy muß sich nicht wissenschaftlich erklären lassen oder zukunftsweisend sein, weil es nunmal Fantasy ist und auf uralten Kamellen beruht. Jedem Kind ist heutzutage klar, daß Knoblauch gegen Vampire hilft ... oder etwa doch nicht?


Eine weitere Folge war der "wissenschaftliche" Krimi-Hype (z.B. C*I in all seinen verschrobenen Abarten *Sonnenbrille aufsetz*, Cross*ng Jordan und Na*y:CIS). Die betreiben auch Science Fiction - nur, daß es den Zuschauern nicht unbedingt auffällt. Ob das besser ist? Gut, auch diese Trends werden sich bestimmt irgendwann legen oder tun es bereits. Mich interessiert: Was wird danach kommen? Vielleicht erlebt Science Fiction irgendwann eine Renaissance? Oder auch nicht. *seufz*

Es kommen zwar in absehbarer Zeit keine neuen Science Fiction-Serien, aber einen kleinen Trostpreis für Fernsehdinosaurier gibt es dennoch:

Eine Serie  - über Fernsehdinosaurier.

8 Kommentare:

  1. Nach dem ich grad schon einen Kommentar angefangen hab, fiel mir beim schreiben was auf:

    Science Fiction ist nicht tot. Du hast es ja schon bemerkt: Es gibt noch Science Fiction, nur ist es nicht mehr so offensichtlich (siehe CSI, Bones, Criminal Minds, Fringe, ...). Es sagt ja keiner, dass Science Fiction in der Zukunft spielen muss. Es kann ja auch in das Alltägliche einfließen.
    Daher meine Meinung: Science Fiction lebt noch und es ist allgegenwärtig.

    Aber Schade ist es trotzdem, dass es klassische Zukunfts-Science Fiction so nicht mehr gibt. Ich hab damals alles geschaut. War es Star Trek (+ alle Ableger), Star Wars, Babylon 5, Raumpatroille Orion oder neulich Firefly. Hat immer Spaß gemacht.

    btw - Das Problem von Star Trek und das es da keine neuen Serien gibt, ist aber ein anderes: es ist die Dauer undKomplexität des Serienuniversum selbst. Da haben die Autoren kaum noch kreativen Spielraum um nicht gegen irgendwelche Gesetzt zu verstoßen, die sich nicht mit dem Kanon der Serie vereinbaren lassen. Aber für sowas gibts ja immer noch Reboots ;-)

    Und nun hab ich doch wieder mehr geschrieben, als ich wollte - und wäre schon fast einen eigenen Blogpost wert.

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  2. Ich hab früher immer Star Gate geschaut... aber nur die alten Folgen. Mit Stargate Atlantis etc. konnte ich dann aber nix anfangen.


    Was die Zukunft des Science Fiction angeht, bin ich ja gespannt, was Disney aus Star Wars macht... Es soll ja irgendwie alle 2 Jahre einen neuen Film geben... das KANN doch nur schief gehen!!

    Was "wissenschaftliche" Krimiserien angeht: Seit ich studiere möchte ich da permanent meinen Kopf gegen die Wand hauen. Dann ziehen die ne Leiche aus nem Teich und behaupten, die hatte Wasser in der Lunge. AAAAH! NEIN mit Sicherheit nicht. Es sei denn die hat vorher im Meer gelegen..

    Oder deren tolle Analysen... Entweder die Methoden sind total Vorsintflutlich ODER das geht alles viel zu schnell. Oder ist total unrealistisch...
    Das macht mir immer ganz viel aua...

    Ich schaue zur Zeit auch am liebsten Big Bang Theorie, How I Met Your Mother und Suburgatory.

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  3. @butterbemme: Naja, aber mein Problem an der Science Fiction in den Serien wie z.B. CSI ist, daß die Menschen es nicht deutlich als Science Fiction erkennen, sondern viele glauben, daß das heute schon alles geht. Früher wußten wir, daß es kein Tablet oder Kommunikator gab (das war, bevor jeder ein Handy mit sich rumtrug) und waren von diesem technischen Schnickschnack der fiktiven Zukunft total beeindruckt - ich zumindest. Was soll ein Serienautor sich heute neues Bahnbrechendes für die Zukunft ausdenken?

    Mir fehlt die Zukunfts-Science Fiction einfach mit all ihren neuen Innovationen. CSI etc. erfinden nix neu, sondern tragen nur extrem dick auf, was in der Aussagekraft, Möglichkeiten und Geschwindigkeit der momentanen Labormethoden steckt.

    Das Rebooten hat bei StarTrek ja überhaupt nicht geklappt, wie man an Enterprise sah (eine Serie, die meiner Meinung nach unterschätzt wurde - ich fand sie richtig gut! Auch ohne erste Direktive und so einen Kram. Grausam fand ich nur den neuesten Restart von TOS mit diesem grottenschlechten Film.)

    Schreib ruhig einen eigenen Artikel ... ich giere mal wieder nach Lesestoff. ^^

    @Silberblut: das sind dann die letzten Bücher, glaube ich. Bin auch nicht sehr begeistert davon - aber ich war auch schon von den neuen Filmen nicht begeistert. Manchem Kult schadet die heutige Technik der Special effects einfach.

    Zum Thema "wissenschaftliche" Krimiserien: Wer berät die, frag ich mich immer, wenn ich solche Artikel wie den oben Verlinkten lese?

    o.O Übrigens guck ich ganz gern Navy:CIS - das muß ich jetzt mal zugeben. Da kann ich mit dem Quatsch auch irgendwie leben.

    Hah, du bist also auch ein Fernsehdinosaurier! ^^ How I Met Your Mother gucke ich neben Big Bang Theory auch, bin aber seit Staffel 6 nicht mehr so dahinter, weil es irgendwie zu sehr dasselbe geblieben ist. Big Bang ist zum Brüllen komisch! ^^

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  4. gestern habe ich Men in Black II gesehen.
    Das fällt für mich schon in die Kategorie.
    Ich reihe mich mal ein in die Riege der Fernsehdinosaurier. Ich liebe StarTrek und Star Wars, mehr noch als NavyCIS 8)
    Ich wundere mich, dass die CISse nicht einen eigenen Kanal bekommen, bei der übermäßigen Fülle.

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  5. @vany: Mir ging es hierbei um serienformate. SciFi als Film gibt es zum Glück nach wie vor.

    Das mit dem eigenen Kanal gibt's vielleicht bei den Privatdingern, für die du im Monat zusätzlich blechen mußt - weiß es nicht, würde es aber da am ehesten erwarten.

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  6. Als “klassisches” aktuelles SciFi fallen mir spontan Dr. Who, Primeval, Terra Nova, Terminator TSCC, Torchwood, V und Falling Skies ein.

    Trifft halt nicht jedermanns Geschmack.

    Ach und Enterprise war kein Reboot sondern ein Prequel zu TOS und ja, mir hat die Serie auch gut gefallen. ;)

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  7. Naja, als reines Prequel würd ich das jetzt nicht bezeichnen, denn dadurch dass ja nun Vulkan nicht mehr existiert, dürfte nun alles, was so an Geschichte vorhanden war, neu geschrieben werden können - also rebootet werden.

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    1. @Butterbemme
      Ich meinte damit die Serie "Enterprise" mit Scott Bacula, nicht den neuen Film. ;)

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