Heute nacht war es einer dieser Träume, die einen zurück in die unschönen Teile der Vergangenheit als kleines Kind führen.
Es ist ein schöner Schutzmechanismus, daß man die Gefühle bei bestimmten Erinnerungen einfach ausklammern kann und mit der Zeit scheinbar völlig vergißt. Man erinnert sich an die Geschehnisse, aber nicht daran, wie es einem dabei ging. Die Schmerzen kann man nicht mehr nachfühlen. Es ist, als wäre man nur noch Zuschauer seiner eigenen Vergangenheit. Man weiß zwar, daß es schlimm und falsch von der anderen Person war, aber man verliert den Bezug, daß es wirklich einen selbst betroffen hat.
Bis man eines der schlimmen Geschehnisse als Kind im Traum wieder durchlebt und das eigentlich Schreckliche, nämlich die dabei empfundenen Gefühle, wieder hochkommt. Heute nacht wurde ich von manchen dieser Gefühlen heimgesucht. Die Angst, nicht mehr geliebt zu werden, die Hilflosigkeit und Verzweiflung, weil man nichts Besseres als man selbst ist, die eiskalte Todesangst, sobald die Füße vom Boden abheben und die Wand näher kommt ...
Ich reiße die Arme hoch, um mich zu schützen - und wache vor Angst fiepsend auf. Es ist alles gut. Heute bin ich erwachsen, die Schatten der Vergangenheit schon lange fort. Ich werde geliebt - von mindestens einem Menschen. Schnell kuschel ich mich an meinen Mann, der zwar im Halbschlaf brummelt, aber liebevoll den Arm über mich legt und mich fest an sich zieht. Es ist alles gut ... denn heute wäre ich nicht mehr zu schwach, um mich zu wehren. Der Deckel wird schnell wieder auf die Gefühle draufgeklappt, es betrifft mich nicht mehr. Heute bin ich ein anderer, stärkerer Mensch.
Es ist ein schöner Schutzmechanismus, daß man die Gefühle bei bestimmten Erinnerungen einfach ausklammern kann und mit der Zeit scheinbar völlig vergißt. Man erinnert sich an die Geschehnisse, aber nicht daran, wie es einem dabei ging. Die Schmerzen kann man nicht mehr nachfühlen. Es ist, als wäre man nur noch Zuschauer seiner eigenen Vergangenheit. Man weiß zwar, daß es schlimm und falsch von der anderen Person war, aber man verliert den Bezug, daß es wirklich einen selbst betroffen hat.
Bis man eines der schlimmen Geschehnisse als Kind im Traum wieder durchlebt und das eigentlich Schreckliche, nämlich die dabei empfundenen Gefühle, wieder hochkommt. Heute nacht wurde ich von manchen dieser Gefühlen heimgesucht. Die Angst, nicht mehr geliebt zu werden, die Hilflosigkeit und Verzweiflung, weil man nichts Besseres als man selbst ist, die eiskalte Todesangst, sobald die Füße vom Boden abheben und die Wand näher kommt ...
Ich reiße die Arme hoch, um mich zu schützen - und wache vor Angst fiepsend auf. Es ist alles gut. Heute bin ich erwachsen, die Schatten der Vergangenheit schon lange fort. Ich werde geliebt - von mindestens einem Menschen. Schnell kuschel ich mich an meinen Mann, der zwar im Halbschlaf brummelt, aber liebevoll den Arm über mich legt und mich fest an sich zieht. Es ist alles gut ... denn heute wäre ich nicht mehr zu schwach, um mich zu wehren. Der Deckel wird schnell wieder auf die Gefühle draufgeklappt, es betrifft mich nicht mehr. Heute bin ich ein anderer, stärkerer Mensch.

Sehr persönlicher Blogeintrag, der eine persönliche Antwort verlangt.
AntwortenLöschenIch habe früher auch schlimmes durchgemacht, bin gemoppt worden, wurde einfach nur als der Computerfreak abgestempelt (der ich nichtmal war o.O) und war dadurch immer still und leise - ich könnt ja was falsches sagen.
Irgendwann dacht ich mir - Scheiß drauf: Du bist du, egal, was die anderen sagen.
Was ich damit sagen will: Jeder macht sowas mit (und nicht alle werden dadurch stärker) und du wirst vermutlich von mehr Leuten geliebt, als du glaubst.
Ich mein, ich kenne dich jetzt nur durch den Blog, aber da kommst du auf jeden Fall sehr sympathisch rüber.
Och, du ... vielen Dank. Ich gehe auch schwer davon aus, daß mich meine Freunde auch lieb haben. Hoffe ich doch ^^ Nicht, daß sie alle so wie Ernie auf mein womöglich zukünftig vorhandenes Vermögen aus sind. Allerdings ist die Liebe meines Mannes der wichtigste Anker für mich.
AntwortenLöschenMobbing war zu der Zeit noch nicht mein Problem, damals war ich erst drei oder vier. Damals war das Leben mit Gleichaltrigen für mich noch ein einfaches "Ich mag dich nicht!" oder "Hey, laß uns Freunde sein.". Das kindliche Ego konnte die Zurückweisung von Gleichaltrigen locker wegstecken.
Nein, von der oben beschriebenen Person war ich in dieser Phase der Menschwerdung noch sehr stark emotional abhängig. Deswegen auch die akute Panik, nicht mehr geliebt zu werden.
Ja... was die Psyche so alles vermag ist in der Tat der Wahnsinn. Und meistens... hat sie Recht. Schutzmechanismen sind eine gute Sache.
AntwortenLöschenWer könnte schon all den Schmerz der vergangenen Jahre mit sich herumtragen und immer wieder durchleben? Oder eben schlimme Erlebnisse wie in deinem Fall.
Dabei wird man automatisch krank.
Unangenehm wird es, wenn der reglementierende Teil der Psyche mal nicht aufpasst oder einfach - schläft.
Ich kann es bei dir nicht einschätzen, aber... oft empfinde ich es als gar nicht so verkehrt, ab und zu nochmal zurückzukehren. Einfach auch, um zu merken, dass es nicht selbstverständlich ist wie es ist... dass es andere Zeiten gab... und um das zu sehen, was geworden ist.
@Blossom: Mittlerweile will ich nicht mehr in Gedanken zurückkehren, da mir in den letzten Jahren einiges über meine Vergangenheit klar geworden ist, was einen bitteren Nachgeschmack hinterläßt: Die Erkenntnis, daß es nicht normal für eine Kindheit ist; die Erkenntnis, daß es keine wirkliche Rechtfertigung dafür gibt; aus den Geschehnissen resultierende stupide Verhaltensformen und Denknormen bei mir, die ich selbst heute nur mühsam, wenn überhaupt ablege usw.
AntwortenLöschenSorry, aber wenn ich wegen meiner Vergangenheit für mein jetziges Leben dankbar sein soll, bekommt mein jetziges Leben nur einen Entschädigungscharakter für das Damalige. Für mich ist mein jetziges Leben aber mehr wert als daß ich es durch das Zusammenwerfen mit der Vergangenheit beschmutze. Ich habe jetzt ein Leben, bin Herrin über mich, meine Gefühle, mein soziales Umfeld, meine Entscheidungen. Warum es freiwillig mit Altlasten beschmutzen? (Es sei denn, ich träume davon oder die Gedanken daran drängen sich einfach auf. Dann muß ich da halt durch). Schwer zu erklären, was ich meine - hoffe, es ist klar geworden, wie ich es meine.
*kopfkratz* Ich denke schon, dass ich verstanden habe. Zumindest... soweit es geht.
AntwortenLöschenIch sehe aber nicht, wo ich geschrieben habe, dass du wegen deiner Vergangenheit für das Jetzt dankbar sein sollst. So war mein letzter Absatz mit Sicherheit nicht gemeint.
Gna, ich sollte echt nix mehr zu ernsten Themen schreiben... da tritt man schnell auf Füße, weil's oft so heikel ist. Quasi Gedanken zu dem, was man liest, aber eben begründet auf Halbwissen.
Dann fühl dich halt einfach mal unbekannterweise intensivst bedacht. (Obwohl sowas virtuell ja gern hohl phrasiert wird. *grusel*)
Ach, Quark, du bist mir doch nicht auf die virtuellen Füße getreten. Wollte nur darauf antworten, warum das Zurückkehren keine Option ist. :) Blogs und deren Kommentare usw. laden zu Mißverständnissen ein - das ist doch klar.
AntwortenLöschenDeswegen lese ich die meisten Kommentare auch erstmal mit einem geistigen Ironiefilter. Jeder das Recht auf seine eigene Meinung, was ich hier niemandem abspreche (solange bestimmte Nettiquettenregeln eingehalten werden und sich ein bestimmtes Gesocks hier nicht einfindet).
Bedenken solltest du mich aber besser nicht (macht man das nicht eigentlich nur mit Gestorbenen? o.O *fieps* Äh, ich fühle mich noch recht lebendig, danke der ..Vorsorglichkeit. ^^)
Aber wie hast du denn den Abschnitt nun gemeint? Vielleicht hat Frau Püschelohr ja tatsächlich einen tollen Tip, den ich nur im ersten Moment nicht gerafft habe. ;)