Mittwoch, 21. Oktober 2009

Mein Traum diese Nacht: Motorräder, Waffen, Nervenkitzel

Der Traum begann noch viel früher, allerdings so wirr, daß ich ihn vergessen habe. Also beginne ich da, wo es wieder Sinn macht.

- fade in -

Zwei Freundinnen und ich waren in einem Krankenhaus zu Besuch, aber derjenige, den wir besuchen wollten, war gerade noch in Behandlung, weswegen wir uns an der Rezeption langweilten. Dann entdeckten wir auf einen Tisch die Brettspielsammlung. Darunter war ein RiesenMikado (1m lange Stöcke), weswegen wir Mikado spielen wollten. Plötzlich bekam ich heraus, daß wir gar nicht auf einen Freund warteten, sondern daß wir den gegen seinen Willen festgehaltenen Freund befreien wollten. Allerdings wollten die Ärzte nun auch uns untersuchen und wenn unsere Werte stimmten, würden wir genauso wie er Versuchskaninchen für ihre abartigen Experimente werden.

Also ließen wir Mikado Mikado sein und ergriffen dramatisch die Flucht. Den Freund wollten wir später rausholen. Auf dem Fluchtweg lag eine Sandgrube mit Crossmaschinen. Yeah, Baby, yeah! Wir sind die Sandberge hoch und runtergeheizt, bis wir zu einem Berg mit unmöglicher Steigung kamen, an dem die Crossmaschinen auf halber Strecke ihren Dienst versagten, weswegen wir sie runterfallen ließen und den Rest weiter kletterten. Oh, und ich habe einen großen Felsbrocken losgetreten, der zum Glück niemanden erwischte.

- Szenenwechsel -

Daria wischt in einem blauen Overall den Parkettboden in einem Versammlungsraum und zieht ihre Bahnen mit dem Putzstiel im 30.Stockwerk eines Nobelhochhauses. Da sind verdammt viele Kerle in dunklen Anzügen ... mit südländischen Aussehen. Einige sitzen, andere stehen hinter ihnen. Ach ja, stimmt ja! Ich bin Undercover, um bei dem größten Mafiositreffen der Region zu spitzeln. Gerade als ich mir denke, daß die Verkleidung als beschäftigte Putzfrau mitten im Versammlungsraum des Mafiositreffens vielleicht zu dick aufgetragen sei, werde ich erkannt. Es gelingt mir erstmal zu fliehen, indem ich den Besenstiel zwischen die Griffe der Schwingtüren schiebe, zum Aufzug flitze, den Knopf drücke und mit dem Aufzug schwupdiwup unten bin.

Aber die Mafia schläft nie! Daß ich untertauchen muß, ist klar. Also zieh ich den dreizehnjährigen Bengel, der gerade sein Motorrad anläßt, am Kragen vom Sitz und springe auf. Gang rein und los! Moment, ich bin wieder in der Sandgrube? Mist, das Hochhaus steht mitten drin. Und ich sitz' jetzt auf 'ner blöden Straßenmaschine, mit der ich mich durch den tiefen Matsch kämpfe, bemüht darum, nicht auf die Fresse zu fliegen, wenn mir die Reifen wegschliddern. Es kommen mir immer wieder Crossmaschinen entgegen, aber ich habe keine Zeit, jemand anders von seinem Motorrad runterzuholen. Aber mein Motorrad ist zu langsam .... Mist Mist Mist!

Also laß ich es fallen und renne das letzte Stück zur Straße. Dort will ich in der Menschenmasse verschwinden, muß aber erst artig an der Ampel warten. Hinter mir der Park mit der Sandgrube und dem Hotel, vor mir eine dreispurige dichtbefahrene Straße. Ein alter Mann spricht mich an, während ich auf das grüne Männchen warte. Er meint, daß es eine Unverschämtheit sei, daß ich ihm sein Motorrad unter dem Arsch weggeklaut hätte und daß er mich jetzt zur Polizei bringen würde. Moment, ich habe das Motorrad einem Kind abgenommen und keinem Alten.

Also beuge ich mich rüber und meine nur bedrohlich sanft, daß uns beiden jawohl klar sei, daß ich nicht ihm das Motorrad geklaut habe und daß er seine Beine in die Hand nehmen und verschwinden soll. Der Mann wirkt total verängstigt, bleibt aber bei mir, anstatt vor mir wegzurennen, weswegen klar wird, daß die Mafiosi ihn mir auf den Hals gehetzt haben, um zu wissen, wo ich bin. Wer mißtraut schon einem Alten? Naja, da er offensichtlich nur ein Opfer ist, schleife ich ihn mit, bin mir aber sehr wohl der Gefahr bewußt, durch ihn entdeckt zu werden. Dann versucht der Alte mich auch noch, auf falsche Strecken zu schicken, während ich mich bemühe, die nächste Polizeistation zu finden. Aber hehe, ich finde die Polizeistation und meine zum Alten, daß er ja jetzt seine Anzeige aufgeben könnte. MIR kann dort ja nix passieren. Bin schließlich Geheimagentin.

Naja, das weiß aber leider der Polizist nicht oder er zweifelt meine Autorität an, je nachdem. Jedenfalls versucht der Polizist zwischen mir und dem dicht neben sich sitzenden Alten zu vermitteln. Der Alte keift wegen seinem Motorrad und dem entstandenen Schaden., während der Polizist ihm zuhört und ihn beruhigend die Hand tätschelt. Ich versuche vergebens dem Polizisten klar zu machen, daß ich für solche Kindereien keine Zeit habe, da ich ja immernoch von der Mafia verfolgt werde und neben ihm sozusagen der Peilsender sitzt, da ertönt ein Schuß ... und der Polizist kippt getroffen auf den Tisch. So schnell ich kann, schnappe ich seine Dienstwaffe, entsichere sie und schieße zweimal auf den Alten, der noch immer die rauchende Knarre in der Hand hält.

Bevor ich noch einen dritten Schuß abgeben kann, meint der sterbende Polizist "Sie können aufhören. Er ist schon tot." "Oh, ok! Wo ist das Munitionsdepot?" Der Mann gibt mir eine miese Wegbeschreibung, weswegen ich nachhaken muß. Nachdem ich die Munition gefunden habe, fühle ich mich wohler. Kann mich verteidigen. Soll nur ein A*** wagen, mich schief anzugucken. Abends treffe ich mit einer Freundin auf der Straße. Sie wird ihren gesamten Schmuck versetzen, um mich mit Kohle zu versorgen, damit ich wieder das nötige Equipment habe. Muß dringend Kontakt mit der Zentrale aufnehmen.

- Ich wache auf und schlafe wieder ein -

Jetzt bin ich Beobachter zweier Cops, die gemeinsam einen Fall zu lösen versuchen, der auch mit dem organisierten Verbrechen zusammenhängt. Jedoch hatten beide nicht Glück mit der jeweiligen Partnerwahl, da er ein Adrenalinjunky und sie eine Bluterin ist, was rauskommt, als er während einer Verfolgungsjagd in einer Kamikazeaktion mit einem Taxi runter in den U-Bahnschacht gerast ist und sie bei der Aktion angeschossen wird. Mann, der Typ hat sich vielleicht mies deswegen gefühlt.

- fade out -

Irgendwann wird es meinem Unterbewußtsein auch zu anstrengend, solchen Quark auszuspucken und ich wache auf.


5 Kommentare:

  1. Mwahahahahaaaaa! Ist das geil!
    Ich hab' ja schon vage geahnt, dass du eine harte Sau bist, aber DAS übertrifft echt alles!

    "Hör mal, Alter! Uns ist jawohl beiden klar, dass ich dieses beschissene Motorrad einem 13Jährigen abgenommen habe und nicht einem senilen Sack wie Dir!"

    Klar... die jüngsten Typen haben die dicksten Maschinen. Kennt man ja. :D

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  2. Du solltest echt ein Buch schreiben!

    Aber Moment mal ...
    Sagt man nicht, dass der Körper in Träumen die Erlebnisse des vergangenen Tages verarbeitet ...

    Du machst mir Angst ... ein bisschen.^^

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  3. @blossom: Harte Sau? Iiiich? o.O

    *fg*

    Oh, du hast ja keine Ahnung, wie hart ... ;P

    @mys: Die Idee zu DarkAngel könnte von einem meiner früheren aufgeschriebenen Träume stammen. Allerdings wäre ich dann mit der Umsetzung sehr unzufrieden ^^

    @Imperator: Och, solange es nur ein bißchen Angst ist, paßt das.

    Vielleicht hätte Freud sogar im Angesicht meiner Träume wie ein verängstigtes Schulmädchen zu weinen begonnen. :) Uh, der Gedanke gefällt mir sogar: Den Mann, der uns den Phallusneid angeschwatzt hat, zum Flennen zu bringen ... *muaharhar*

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  4. Halloooo? Woher auch? DU hältst schließlich die Informationen zurück! *schnaub*

    Sobald ich etwas mehr Zeit habe, wühle ich mich durch deinen ganzen Blog und werde jeden Hinweis minutiös vermerken. :D

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