Sonntag, 21. Juni 2009

Riesen-Gaudi!

Gestern waren wir feiern. Eigentlich wollten wir uns nur die schöne, romantische Altstadt angucken, aber irgendwie ist es in einer Feier bis in die Nacht geendet. Ich weiß zwar nicht genau, was wir gefeiert haben, aber wir haben gefeiert. Sagen wir hier doch einfach, daß wir das Leben gefeiert haben. Und es war saulustig!

Es war mal wieder Junggesellenabschiedsabend in der Stadt. Überall Rudel von Frauen und Männern, die den Einen oder die Eine begleiteten. Und so kaufte ich von einem Herren im rosa Shirt, mit tollen make-up und weißen Hasenohren Gummibärchen, wünschte anderen viel Glück für ihren langen Leidensweg, ließ mir von anderen die phantasievollen Titel ihrer Spezial-Rudelshirts erklären und wurde Zeuge, wie ein XXL-Cocktail nach dem anderen aus Eimern rausgesaugt wurde. Daneben wurde getanzt, gehüpft, auf dem Tisch getrommelt, bis das Bier umfiel und optisch das Revier durchleuchtet. Und es gab viel hübsches Freiwild. Uiuiui!

Die Kellnerin war dank horenter Trinkgelder, mit welchen die Herren um sich warfen (vermutlich konnten sie nicht mehr nachrechnen, wieviel Trinkgeld sie ihr geben sollten und sagten stattdessen immer wieder "Stimmt so!"), bald von unserer Kreditwürdigkeit überzeugt. Und so konnten wir manche getrunkene Drinks erst bezahlen, nachdem jemand von der Bank zurück war. Sie bekam von einem der Herren einen gelben Leuchtring mit kindlich-betrunkener Inbrunst um das Handgelenk gelegt, was ihr ein putziges Lachen entlockte, aber sie trug den Ring auch den ganzen Abend über.

Nebenher weiß ich nun, daß es eine interessante Idee ist, zwei Männern dabei zuzusehen, wie sie die Shot-Karte einmal runtersaufen und dann beim Absinth stecken bleiben, wenn man als nüchternes, verantwortungsvolles (*hust*) Mädchen die beiden resultierenden Gestalten im Auto nach Hause bringen will.

Sie erstmal überhaupt bis zum Auto zu bringen, war eine logistische Herausforderung, weil der eine im Menschenstrom nach links, der andere nach rechts abdrifftete. Im Auto durften sie nur noch auf die Rückbank, da sie sich für den Beifahrersitz zu kindisch gesoffen hatten.

Der Frosch von meiner Ablage im Auto wurde auf den Namen Frogger getauft und eine Religion des Froggers ausgerufen. Wie, das habt ihr nicht mitbekommen? Das wundert mich, schließlich wurde bei der Fahrt durch die Stadt an jeder Ampel die Thesen des Froggers ausgerufen. Der Eine wurde der Prophet, der Andere der Priester des Froggers. Unterwegs mußte noch ein Zwischenstop bei McDonalds drin sein ... reden wir nicht darüber. Erwähnen wir nur, daß Frogger einen McDonald's von innen gesehen hat.

Es war einfach eine Riesen-Gaudi!

2 Kommentare:

  1. Wissen das denn die Herren heute noch, dass eine neue Religion augerufen wurde? *g*

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  2. Ja, denke schon. Allerdings geht es dem Prophet recht schwindlig-schlecht und vom Priester habe ich heute noch nix gehört, hoffe aber mal, daß er sich wieder auf zwei Beinen statt auf allen Vieren fortbewegen kann. :D

    Gut nur, daß die Herren nicht wußten, daß quasi direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite eine Absinth-Kneipe war. Aber die Kellnerin wollten sie eh gar nicht mehr verlassen. XD

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