Montag, 8. Juni 2009

Hellseherischer Sarkasmus?

Nachdem ich es bis heute morgen um 6 Uhr nicht geschafft habe, einzuschlafen und Merle das Treffen um 8 Uhr abgesagt habe, rollte ich mich nochmal im Bett rum und versuchte erneut einzuschlafen. Und träumte solchen Stuss ...

Zuerst war ich mit einer Freundin aus meiner Kindheit auf den Straßen unterwegs, wo uns ein Typ Drogen andrehen wollte. Ich, ganz die junge brave Daria, habe natürlich abgelehnt. Meine Freundin leider nicht. Also mußte ich auf eine berauschte Freundin aufpassen, als sich uns eine Horde Jungs näherte. Tja, der Wille war da; ich habe sie trotzdem aus den Augen verloren. Dann bin ich zu ihrer Gastfamilie nach Hause gegangen, um dort auf sie zu warten. Statt ihr kam ein Tornardo, den ich fälschlicherweise als Taifun bezeichnete. Oh Gott oh Gott oh Gott! Welch ein Skandal!

Irgendwie ist mir eine sarkastische Bemerkung rausgerutscht, daß es eine gute Idee wäre, sich draußen im Freien aufzuhalten, wenn der Tornardo einen erreicht. So, und um diese sarkastische, absolut nicht ernst gemeinte Bemerkung drehte sich mein restlicher Traum, denn irgendwelche Leute dachten, daß diese Bemerkung für meine hellseherischen Gaben stehen würde und haben es versucht - mit tödlichen Ausgang. Wer rechnet denn mit so etwas? Jedenfalls wurde ich von einem wütenden Mob gejagt, weil meine Prophezeihungen nicht eingetreten und ich somit den Tod mancher Dorfbewohner zu verantworten hatte. Hallo? Ich fand das natürlich unfair, weil ich nicht den Anspruch auf hellseherische Gaben erhoben hatte und es wirklich nur Sarkasmus war. Aber irgendwie kamen meine Argumente bei der Gegenseite nicht gut an.

Irgendwann wurde mir die Lage mit dem wütenden Mob zu bunt (spätestens, als ich von einem Mordkomplott spitz bekam) und ich bin aus dem Dorf geflohen. So, und dann befand ich mich in einer herrlichen ländlichen Gegend, in der ich noch nie war und fand den Haflinger, Albino und Welsh B aus meiner Jugend, die ich jahrelang gepflegt hatte. Da es zu dem Zeitpunkt keine Elektrizität oder Benzin oder sonstigen zivilisierten Krusch gab, spannte ich den Haflinger mit einem selbstgebastelten Geschirr vor meinen Kleinwagen (das hatte irgendwie einen postapokalyptischen Touch) und zog mit den drei Ponies los. Tja, und plötzlich befanden wir uns mitten auf dem Schlachtfeld zwischen Süd- und Nordamerika. Die Südstaaten erkennt man bekanntlich an der grauen Uniform. Zu blöd, daß ich einen grauen Cowboyhut trug, den ich gar nicht schnell genug vor einer Kontrolle durch die Nordstaatler loswerden konnte.

Schließlich ließ ich mein Auto stehen und ritt auf dem Haflinger mit den zwei kleineren Ponies im Schlepptau zum nächsten Kaff. Tja, ich hatte zum Glück Freunde im dortigen Schlecker, die mich mit dem Nötigsten (Haarbürste, Haarband, Pflaster, Kaugummis) für meine Weiterreise zu Pferd versorgten. Dort waren aber auch Leute aus dem Mob. Ihr erinnert euch? Die wollten mich wegen einer sarkastischen Bemerkung lynchen, weil sie zu doof waren und mich für eine Hellseherin gehalten hatten.

So wurde ich von den jungen Kerlen aus dem Mob gejagt, bevor ich zu meinem Pferd zurück kam und so fand ich mich in einem altertümlichen Gang wieder, der in einen achteckigen Raum führte, in dem ein Richter und ein Staatsanwalt mit Geige und Cello saßen und Hausmusik machten. Der Raum war achteckig wegen der Akustik, wie der Richter mir erklärte. Als der Mob mir hinterher kam, sahen die Herren der Judikative ihre Sternstunde geschlagen: Ein Hexenprozess!

So wurde mir der Prozess gemacht, ich mußte mit verschiedenen Quellen (Internet, Abibuch, eine Rede darüber, daß es nur ein dummes Mißverständnis und ich tatsächlich Opfer meines zuweilen bösartigen Sarkasmus' geworden bin, Zeugenaufrufung von Freunden, die meinen Sarkasmus kennen) deutlich machen, daß ich nie den Anspruch auf hellseherische Eigenschaften erhoben habe. Am Ende wurde ich von dem Richter zähneknirschend für unschuldig befunden, was aber den Haß des Mobs auf mich nicht minderte. Der Richter gestand mir ein Geschenk für meine Mühen zu und so wünschte ich mir den achteckigen Raum für meine drei Ponies und mich.

(Das könnte auch Böswilligekeit von mir gewesen sein, weil dem Richter viel an dem Musizierzimmer direkt oberhalb des Gerichtes lag und er mich eigentlich verurteilen wollte, die Beweise aber zu gut gewesen waren und er mich nur deswegen laufen lassen mußte.)

Als ich später einem Mitglied des Mobs in der Öffentlichkeit zu erklären versuchte, daß seine Familie nur einem dummen Mißverständnis zum Opfer gefallen sind und ich mich wegen dem tödlichen Ausmaßes meines Sarkasmus' auch schuldig fühle, während dieser immer wieder mit einem Holzknüppel in seine Handfläche schlug, wachte ich zum Glück auf.

Was sagt dieser Traum über mich aus? Was wollte mir mein Unterbewußtsein verklickern? Warum träume ich so einen Müll? Fragen über Fragen ...

4 Kommentare:

  1. Örgs- wasswn dat fürn Traum?
    Alles in Ordnung bei dir? Schlimme Kindheit gehabt?^^

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  2. Gell? Der Traum sprengt die Skala von Alice im Wunderland ... Aber nee, alles in Ordnung (soweit man sowas behaupten kann) und die Kindheit war auch in Ordnung.

    Vielleicht sollte ich nicht direkt vor dem Schlafengehen viel essen. :-)

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  3. Ungewohnt - aber irgendwie vertraut, die Träumereien.

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  4. Hallo, Falcon. Ist dir das etwa auch schonmal passiert? :)

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